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Chinas neuer Börsenindex STAR ist bisher ein voller Erfolg und passt in einen langfristigen Plan der kommunistischen Partei

Der offizielle Titel ist noch etwas sperrig. Aber hinter dem Shanghai Stock Exchange Science and Technology Innovation Board verbirgt sich die wohl spannendste Entwicklung im internationalen Börsengeschehen. Erst ein Jahr ist das Börsensegment der Börse Shanghai alt aber bereits jetzt sind mehr als 140 Unternehmen gelistet, weitere 400 warten darauf, aufgenommen zu werden. Die Marktkapitalisierung der gelisteten Unternehmen zusammen beträgt bereits 400 Milliarden Dollar. Und nun kommt der Börsengang des Fintech-Gigangen Ant Financial hinzu, der 30 Milliarden Dollar einsammeln will.

China baut langfristig eine Konkurrenz zur US-Techbörse Nasdaq auf. Das neue Segment der Shanghaier Börse folgt einem klaren Regelwerk und ist damit viel transparenter als die Vorgänger in Festland-China. Das soll neben chinesischen Geldgebern auch internationale Investoren anlocken. China will nicht nur technologisch sondern auch finanziell seine Abhängigkeit von den USA verringern. Und so finden sich im STAR 50-Index bereits einige Chiphersteller, die Intel und Co das Leben schwer machen sollen – finanziert von internationalem Kapital. Seit Auflage sieht die Bilanz für Anleger nicht schlecht aus:

Chinesische Tech-Unternehmen erhalten mittlerweile sogar höhere Bewertungen als die Highflyer der Nasdaq. Das durchschnittliche KGV im STAR 50 liegt bei 70, im Nasdaq 100 liegt es bei immer noch sportlichen 40. Zum Vergleich: Den DAX, voll mit „Old-Tech“ Unternehmen, gibt es momentan für das 26fache des Gewinns.

Der Höhenflug hat mehrere Gründe. Aber der wichtigste: STAR verkörpert das neue China, Innovationsstandort für IT, Biotech, Robotik und mehr – die Zukunft. Er ist ein wichtiger Baustein in Chinas Transformation von der Industriege- zur Wissensgesellschaft. China macht deutlich: Das nächste iPhone soll nicht nur in China gebaut, sondern auch entwickelt werden. Ob dieses iPhone ein selbstfahrendes Auto von Didi ist, eine Lieferdrone von DJI oder eine funktionierende Gentherapie von JW Therapeutics – wir werden sehen.

Wir werden oft gefragt: Kann man mit Patentdaten verfolgen, wie weit China technologisch schon ist? Die Antwort: Ja. Die Unternehmen im STAR 50 sind in der Regel wirklich innovativ und auch Patent-stark – im Gegensatz zu den meisten (halb-)staatlichen Unternehmen, bei denen mit Patenten nur Quoten erfüllt und Steuervorteile genutzt werden. Mit dem STAR 50 wird echte Innovation in China zum ersten Mal auch für Anleger greifbar!