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Der Value-Faktor, lange ein Erfolgsgarant, funktioniert seit Jahren nicht mehr. Warum das so ist und wie Value-Anleger besser fahren können, ohne ihre Überzeugung aufzugeben.

Seit Jahren streiten Finanzprofis, warum Value-Aktien – eigentlich langfristig die aussichtsreichsten Anlage am Aktienmarkt – seit der Finanzkrise 2009 so viel schlechter abschneiden als der Markt und insbesondere Wachstumstitel. Die Notenbanken verzerrten mit Ihren Markteingriffen die bis dato gültigen Mechanismen sagen die einen. Die niedrigen Zinsen machten Growth-Aktien und deren weit in der Zukunft liegenden Cashflows attraktiver, weil diese für die aktuelle Bewertung nicht mehr abgezinst werden müssten sagen die anderen. Und das sind nur die Hauptargumente der akademischen Anlegergemeinde. Zahlreiche andere Theorien geistern durch Anlegerforen und wurden auf Kapitalmarktkonferenzen diskutiert.

Die überzeugendste Begründung, unterlegt mit guter Empirie liefert unserer Meinung nach aber Kai Wu in seinem Beitrag „Value Investing is Short Tech“. Die Argumentationslinie ist recht einfach:

  1. Value-Indizes sind massiv in Tech-Aktien untergewichtet, vor allem in den großen Titeln wie Apple oder Microsoft

2. Dies ist der Hauptgrund für die massive Underperformance von Value-Strategien in den vergangenen Jahren

3. Im Tech-Sektor befinden sich die meisten disruptiven Firmen

4. Value-Investoren sind als im Endeffekt short Disruption und wetten gegen transformative Prozesse durch Dinge wie Machine Learning, Big Data, Cloud Computing, Robotik und Gentherapie

5. Ein Value-Ansatz, der neutral gegenüber dem Thema Disruption ist – also nicht alle disruptiven Unternehmen ausschließt, sondern innerhalb der Gruppe auf relativ niedrige Bewertungen setzt – hat in den vergangenen Jahren mit dem Gesamtmarkt mitgehalten

Wir finden diesen Erklärungsansatz nicht nur deswegen so überzeugend, weil er sämtliche Underperformance des Value-Faktors in den vergangenen Jahren empirisch erklären kann, sondern weil er unserem Investmentansatz entspricht. Wir bei Quant IP glauben fest daran, dass Ansätze wie Value dann hinterfragt werden müssen, wenn sie im Endeffekt in eine Wette auf oder gegen einen speziellen Sektor münden. Besser ist es, Value in jeder Branche – auch nach klassischen Kennzahlen teuren wie aktuell der Techbranche – zu suchen. Genau das tun wir mit unserem Fonds, dem Quant IP Global Innovation Leaders Fund: Wir setzen auf die innovativsten Unternehmen in JEDER Branche und setzen in jeder Branche die relative Innovationskraft ins Verhältnis zum Preis, den man als Investor bezahlen muss. So partizipieren wir von disruptiven Trends und vermeiden gleichzeitig Mondpreise zu bezahlen: Value-Investing der nächsten Generation eben.